Unser Urlaub
Vom 12.07. - 01.08.2010 mit dem Motorrad durch die USA
Geplant und vorbereitet war die Reise schon lange bevor es losgehen sollte. Etliche Stunden haben wir gesessen und die Strecke ausgearbeitet. Geholfen hat uns die Aufzeichnung von Werner, der diese Tour schon gemacht hatte. Viel Gepäck konnten wir nicht mitnehmen. Alles musste in ein paar Beuteln Platz finden. Und dann kam der Montag, 12.07.2010.

Montag 12.07.2010

Micha hat den Wagen, der uns zum Flughafen nach Hamburg bringen sollte zu 8.00 Uhr bestellt. (Ich hatte nicht darauf geachtet, dass wir 2 Std. vorher da sein sollten). Der Wagen kam um kurz nach 8.00 Uhr. Der Fahrer sagte uns, es wäre auf der einen Strecke ein Unfall und auf der Autobahn ein Stau. Trotzdem sollte die Zeit reichen, da der Flug nach Frankfurt ein Inlandflug war und man 1 Stunde vor Abflug da sein sollte, jedenfalls unseres Wissens nach.
Britta wollte uns zum Flughafen begleiten und fuhr hinter uns her. Auch ihr kam die Fahrstrecke etwas eigenartig vor, die unser Fahrer fuhr. Die Zeit läuft uns weg und wir werden langsam unruhig. Der Flug geht um 10.10 Uhr und die Uhr zeigt schon fast halb zehn.
Und dann endlich sind wir da. Jetzt nur noch das Gepäck unter den Arm und nichts wie zum Schalter. Doch hier der nächste Schock. Die Bordkarten müssen wir selber am Automaten ziehen. Dafür müssen Namen usw. eingegeben werden. Britta, fängt schon mal damit an, aber nach einem Augenblick können wir nur noch auf dem Bildschirm lesen „Boarding beendet". Wir machen uns auf den Weg zum Lufthansaschalter. Hier erfahren wir, dass wir nicht mehr genug Zeit für die Sicherheitskontrolle haben. Das heißt: Flug verpasst!!
Aber wir haben Glück im Unglück, die Dame am Schalter ist sehr freundlich und checkt uns dann nach Rücksprachen auf den 12.10 Uhr Flug ein, ohne weitere Gebühren. Sollten wir trotzdem in Frankfurt nicht den Anschlussflug schaffen, hat sich der Urlaub erledigt.
Das Gepäck wird aufgegeben und jetzt gibt es erst mal Kaffee.
Britta macht uns Mut, sie meint wir schaffen das in Frankfurt. Nachdem wir uns von ihr verabschiedet haben, machen wir uns auf den Weg zum Gate.
Der Abflug verspätet sich. Statt 12.10 Uhr geht es um 12.40 Uhr los. Wieder heißt es zittern. Dann endlich, um 13.37 Uhr kommen wir in Frankfurt an, planmäßig wäre es 13.15 Uhr gewesen. Zum Glück liegen die Gates nicht so weit auseinander, trotzdem rennen wir zum Gate A55. Hier ist eine riesige Schlange, aber wir haben es geschafft. Um 14.00 Uhr soll die Maschine der United Airline starten, tatsächlich geht es erst um 15.00 Uhr los.
Die Flugstrecke führt über Schottland, Island, Grönland, Kanada nach San Francisco. Es ist wolkenlos und es sind sogar die Eisberge im Wasser zu sehen.
Man serviert uns Hähnchen oder Ravioli nach Wunsch. Nicht sehr schmackhaft, aber der Hunger treibt' s rein. Dann laufen jede Menge Filme. Um 16.20 Uhr Ortszeit (9 Stunden Zeitverschiebung) landen wir in San Francisco.
Die sogenannte „ Berüchtigte" Einreisekontrolle wurde mit einer Freundlichkeit der Customer schnell geschafft. Jetzt das Gepäck holen, eine Taxe ordern und nach Millbrea zum Hotel El Rancho Inn & Suites fahren.
Hier checken wir ein. Uns wird der Weg zu unserem Zimmer erklärt und nach einem Irrweg finden wir dieses. Es entpuppt sich als eine Suite und hat neben Küche und Wohnraum 2 Schlafzimmer. Das haben wir nicht erwartet. Jetzt wird das Gepäck abgelegt und nach einer Tasse fürchterlich schlechtem Kaffee, den ich zubereitet habe, geht es erst mal in den Pool. Nach dieser Erfrischung wird noch etwas eingekauft. Wir sind erleichtert, denn der Tag ist gut zu Ende gegangen.
Dienstag 13.07.2010

Wir sind um 8.30 Uhr aufgestanden. Das Frühstück im Hotel war ok, aber gewöhnungsbedürftig, da nur auf süß ausgerichtet. Kurz vor 9.00 Uhr geht Uwe zur Rezeption, um bei Eagle Rider wegen der gemieteten Motorräder anzurufen. Die Rezeptionistin ist so nett, das für ihn zu erledigen. Um kurz nach 9.00 Uhr kommt ein Wagen um uns abzuholen. Ein Lincoln, man sitzt wie auf dem Sofa. Auf der Fahrt bekommen wir die ersten Eindrücke von der Metropole San Francisco. Nach ca. einer halben Stunde erreichen wir Eagle Rider, wo die Motorräder gebucht sind. Die Mitarbeiter haben Stress. Viele Maschinen werden abgeholt. Dann kommen wir endlich dran. Papierkram erledigen, Helm aussuchen und die Maschinen übernehmen.
Nun fängt der Urlaub erst richtig an. Es geht los und gleich biegen wir falsch ab. Das hat Folgen, denn durch die ganzen Einbahnstraßen, finden wir uns nicht so schnell zurecht. Und dann, das Moped braucht Futter. Eine Tankstelle finden, ist in einer fremden Stadt gar nicht so leicht. Fragen hilft und wir bekommen eine gute Wegbeschreibung. Vollgetankt machen wir uns wieder auf den Weg und kommen schließlich im Hotel an.
Jetzt müssen die Maschinen gepackt werden. Wir checken danach aus und buchen gleich für die letzte Nacht, am Ende des Urlaubs. Und wir dürfen den Koffer im Hotel unterstellen, da wir ihn nicht mitnehmen können. Nun heißt es Navi programmieren. Nachdem auch das erledigt ist, geht die Fahrt los. Etwas anders als geplant erreichen wir, in Höhe von Half Moon Bay, den Highway Number 1 .
Die Straße führt an der Steilküste entlang. Nicht nur Kurven, auch geht es rauf und runter. Wir passieren San Gregorio, Pescadero Point und Pigeon Point. Der Nebel, der am Morgen fast immer die Küste einhüllt, hat sich aufgelöst. Ab und zu halten wir an, um die Aussicht auf den Pacific und die Küstenlandschaft zu genießen. Der Highway führt uns weiter vorbei an Davenport, Santa Cruz und Capitola. Von der Straße können wir den Leuchtturm von Pacific Grove sehen. Um etwa 19.30 Uhr erreichen wir Monterey und bekommen ein Zimmer im Holiday Inn Express.
Wir bringen das Gepäck auf' s Zimmer und gehen dann noch mal zum Hafen. Hier können wir einen Seeotter beim Verzehren eines Aals beobachten. Und am Strand und auf den Stegen im Hafen liegen jede Menge Seelöwen. Hier kaufe ich die 1. Karte für Oma, leider ohne Briefmarke. Zurück im Zimmer wird noch schnell die Karte geschrieben und dann ins Bett.


Mittwoch 14.07.2010

Um 6.30 Uhr ist die Nacht vorbei. Wahrscheinlich machen sich die 9 Stunden Zeitverschiebung bemerkbar. Jetzt wird erst einmal Axel angerufen und zum Geburtstag gratuliert. Dann langsam fertig machen und zum Frühstück. Auf Pappteller und mit Plastikmesser versuchen wir Muffins, Toast usw. in ein Frühstück zu verwandeln. Auch der Kaffee, aus Pappbechern, ist nicht das Gelbe vom Ei. So gestärkt machen wir uns wieder auf den Weg.
Da wir den 17 Miles Drive nicht fahren können ( nur per Auto ), machen wir in Carmel einen Abstecher an den Strand. Ich will versuchen ein paar Fotos vom Pebblé Beach Golfplatz zu machen. Habe es Eva versprochen. Es klappt, man kann zum Golfplatz rüber sehen und die Aufnahmen sind schnell gemacht.
Weiter geht es vorbei an Big Sur, Lucia und Gorda nach San Simeon. Die Fahrt an der Küste entlang ist traumhaft. Immer wieder sind Haltemöglichkeiten, wenn sich ein toller Blick auf' s Meer und die Landschaft ergibt. Wir kommen zu einem Strandabschnitt, auf dem sich Seeelefanten sonnen und die Erdhörnchen um Futter betteln. Und immer wieder kreisen Adler über uns, manchmal sogar 9 an der Zahl.

Bei San Simeon liegt Hearst Castle, welches wir besichtigen wollen. Man kann es von der Straße aus hoch in den Bergen sehen. Wir fahren zum Abfahrtsort der Besucherbusse, aber er ist von Touristen überlaufen und wir ziehen es vor weiter zu fahren. An Cambria und Morro Bay vorbei führt uns der Weg nach San Luis Obispo. Hier kommen Highway 1 und 101 zusammen und in Höhe Pismo Beach trennen sie sich wieder. Jetzt führt uns der Highway 1 von der Küste weg. Es kommen uns wenige Autos entgegen, ab und zu auch mal ein Motorrad. Die Temperatur ist so, dass man im T-Shirt fahren kann. Bei Las Cruces führt die Straße wieder Richtung Küste. Über den Gaviota Pass erreichen wir Gaviota und fahren weiter, an Goleta und Santa Barbara vorbei. In Carpinteria, (hinter Santa Barbara) finden wir ein Motel. Es ist günstig und erfüllt seinen Zweck. Hier soll unser 2. Stop sein.




Donnerstag 15.07.2010

Um 6.00 Uhr werden wir von den ersten, wegfahrenden Autos geweckt. Um 6.30 machen wir uns fertig. Das typische Frühstück, Muffins usw. nehmen wir unterwegs ein und es reicht für den Tag. Heute fahren wir die Küstenstraße nach Los Angeles, vorbei an Malibu und Santa Monica.
Auf dem Sunset Bvd geht' s in die Stadt. Die Hügel hinauf und hinunter kurven wir durch Beverly Hills. Dann geht es weiter auf dem Hollywood Bvd. Es ist heiß und lange halten wir es in der Stadt nicht aus. Schaufensterbummel und Rodeo Drive kommt bei den Menschenmassen und Temperaturen nicht in Frage. Ein paar Sterne werden fotografiert und das Tom Tom neu programmiert und dann geht es weiter Richtung Long Beach.